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Skudden gibt es in den Farben weiß, schwarz, gelegentlich braun oder grau, immer jedoch ganzfarbig und das hätte Sie u.a. fast von der Erde verschwingen lassen.

Geschichte:
Bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts war die Skudde das bodenständige Schaf Ostpreußens und des Baltikums.
Der nicht weiße Farbschlag ist im Bestand der ohnehin seltenen Nutztierrasse heute die weitaus seltenste Variante – obwohl gerade er bei den Skudden einst besonders häufig vorkam (weiß, schwarz, gelegentlich braun oder grau). Schafe sind Herdentiere. Nicht nur Skudden gehören in eine Gruppe. Weil sich die Züchter aber auf die steigende Nachfrage nach leichter zu färbender weißer Wolle einstellten, verschwanden die farbigen Vertreter nach und nach fast völlig.
Und mit ihnen nach dem 2. Weltkrieg mit seinen folgen, beinahe die ganze Rasse, weil den Menschen ihr Schlachtgewicht offenbar zu gering und die Wolle zu minderwertig war. Nur Hobbyschäfer und Zoos haben verhindert, dass die Rasse ausstarb. So gehen alle heute lebenden Skudden vermutlich auf einen kleinen Bestand zurück, den der Münchener Tierpark Hellabrunn ab 1941 hielt. Insgesamt waren es etwa 160 Skudden die nach dem 2.Weltkrieg noch lebten.

Aktuell in Deutschland:
Heute ist die Rasse weitgehend „rehabilitiert“: Diese Heideschafe werden nun als Mitarbeiter in der Landschaftspflege und in Streichelgehegen geschätzt, ihr Fleisch als Delikatesse gehandelt. Seit 1984 führt sie zudem ein Zuchtverband als eigene Herdbuchrasse und setzt sich für ihre Erhaltung ein.
Die genaue Beschreibung: Die Skudde ist eine ursprüngliche mischwollige Landschafrasse, die zur Gruppe der kurzschwänzigen, nordischen Heideschafe zählt.
Es handelt sich um das kleinste deutsche Schaf mit keilförmigem Kopf, der mit Stichelhaaren besetzt ist. Die Böcke tragen ein schneckenförmiges Gehörn mit ausreichendem Abstand zum Kiefer. Dessen Spitzen sind ein wenig nach außen gestellt. Die weiblichen Tiere können hornlos, mit Stummelhörnern versehen oder gehörnt sein. Böcke besitzen eine Mähne. Eine Pigmentierung der Lider und des Nasenspiegels ist typisch.
Der kurze, dreieckige Schwanz sollte deutlich über dem Sprunggelenk enden und ist mit Borsthaaren besetzt. Das Vlies besteht aus einer meist weißen Mischwolle, seltener ist eine braune, schwarze oder graue Vliesfarbe. Mehrfarbige, scheckige Vliese sind unerwünscht. Die Brunst ist bedingt asaisonal.
Der Bestand ist in Deutschland auf viele tausend Skudden angewachsen. Neben den Herdbuchschafen gibt es frei gehaltene Skudden.

Die Haltung:
Die Kleinen sind echt knuffig. Auch der Papa kümmert sich um den Nachwuchs.Skudden sind mit 30 - 40 kg für ein Mutterschaf, 35 – 50 kg für einen Bock und bis 60 cm Widerristhöhe , die kleinsten deutschen Landschafe, ihr Futterbedarf dem entsprechend unterhalb der Fütterungsnormen für Landschafe.
Bei aller Genügsamkeit sind die Skudden keine Abfallverwerter oder Hungerkünstler. Skudden und Pommern brauchen keinen Stall, sie können in kleinen Gruppen Sommer wie Winter im Freien gehalten werden, wenn sie einen trocknen, windgeschützten Unterstand haben. Sie sind robust und – artgemäß gehalten – sehr widerstandsfähig gegen Parasiten und Krankheiten. Unerläßliche Voraussetzung ist ihr gedeckter Rohfaserbedarf, sind im Winter den Tieren gereichte gerne armdicke Äste von Laub- und Nadelhölzern.

Skudden sind zur Landschaftspflege bestens geeignet. Zusammenfassend liegt der ökologische Vorteil in dem vergleichsweise hohen Futteraufnahmevermögen, der guten Verbißstruktur auch auf Standweiden, der nicht einseitigen Bevorzugung von Gräsern gleichen Vegetationszustandes, der hohen Laufdichte und der guten Flächennutzung. Skudden zeigen eine sehr hohe Umweltstabilität, das heißt sie sind vergleichsweise unabhängig von Umweltveränderungen wie Wind und Sonne.
Das Fleisch der alten Landschafrasse, ist besonders wertvoll, es enthält viele ungesättigte Fettsäuren. Sie ermöglichen es dem Tier, leichter Kraftreserven bei Bedarf zu nutzen – uns Menschen gibt dieser Sachverhalt hochwertiges, weil besonders bekömmliches und schmackhaftes Fleisch. Diese Merkmale sind keineswegs bei allen Schafrassen gleich vorhanden.

Geplant für Lettland:
Ein guter Bock ist Garant für eine gute Zucht und Herde.Eine Herde von 10 Schafen wird aus Deutschland importiert und hier vermehrt. Es werden Nachkommen an Interessenten weiter gegeben, die ebenfalls Interesse an einer Zucht haben. Jedes Jahr wird mindestens ein neuer Bock aus Deutschland importiert, damit frisches Blut kommt. Junge Böcke aus dieser Nachzucht können dann an andere Züchter abgegeben werden. Es muss immer darauf geachtet werden, dass immer frisches Blut vorhanden ist und das kontrolliert wird, damit keine Inzucht entsteht. Wenn die Zahl der Skudden auf mehrere 100 angewachsen ist, ist die Gefahr der Inzucht nicht mehr so groß. Zu wünschen ist aber bei allen Skuddenhaltern, dass diese weiter Buch führen, über Geburten und Verkauf, die Skudden gekört werden.
Die Vermehrung einer kleinen Herde.
10 Schafe im ersten Jahr, davon 9 weiblich x 0,65 weibliche Lämmer/Jahr (5,85) + 9 weichliche  = 14,85 weibliche Schafe im nächsten Jahr (es werden im Durchschnitt 1,3 Skudden geboren, davon sind 50% weibliche).
Die Skudden sind mehr als 10 Jahre (werden über 20 Jahre alt) gebärfähig und Geschlechtsreif nach einem Jahr.
Die rechte Ansicht zeigt den Beginn mit 9 weiblichen Schafen. Nach etwa 5 Jahren ist zu erwarten, dass die Zahl der Skudden stark zu nimmt. Mit einem Beginn mit 15 oder 25 weiblichen Schafen würde man die starke Zunahme entsprechend eher erreichen.

In 2012 wird vermehrt, in 2013 werden weitere Interessenten gefunden und 2014 sollte ein Verband gegründet werden und Kontakt nach Litauen aufgenommen werden, wenn der nicht schon vorher entstanden ist.