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Besonders stolz ist Kuldiga auf Backsteinbrücke über die Venta. Diese Brücke wurde in den Jahren 1873-1874 gebaut. Beim Abzug der Russen aus Goldingen sprengten diese im Jahr 1915 zwei Bögen [Fotos]. Diese Zerstörung wurde erst 1926 von der Stadt Kuldiga repariert (seit 1918 gehörte Kuldiga zum unabhängigen Lettland) und in den Jahren 2007-2008 wurde die Brücke mit Förderung der EU grundlegend renoviert. Es ist die längste mit dem Auto befahrbare Backsteinbrücke Europas. Sie ist in die UNESCO-Liste des Welterbes eingetragen. Natürlich war die Brücke ein Segen für Kuldiga. Das Überqueren des Flusses wurde hierdurch viel einfacher. Zuvor hat eine Holzbrücke mit Steinsockeln bestanden, die aber 1615 einem sehr hohen Wasserstand im Frühling Tribut zahlen musste. Das eine Flussbrücke auch einen strategischen Wert hat wurde zuletzt im 1.Weltkrieg deutlich als die beiden letzten Bögen (von der Stadt ausgesehen, rechts im Bild) der Brücke gesprengt wurde. Diese "Verletzung" der Brücke ist bei der aktuellen Renovierung durch Farbe ausgeglichen worden. Deutlich ist die Kaschierung durch ein etwas anderes Rot zu erkennen. Aber auch die Brücke bis 1615 hatte strategischen Nutzen, denn von und nach Riga und Jelgava (Mitau) war der Handelsverkehr mit Brücke wesentlich einfacher.
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